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THL Einsatzübung - Freiwillige Feuerwehr Markt Reisbach

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THL Einsatzübung

Aktuelles > 2026 > April 2026
Großübung Verkehrsunfall: Über 80 Einsatzkräfte im Einsatz
Ein anspruchsvolles Szenario stellte am Freitag die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Marklkofen, Reisbach, Steinberg und Failnbach vor eine realitätsnahe Herausforderung. Mehr als 80 Beteiligte trainierten gemeinsam mit Rettungsdiensten den Ernstfall eines schweren Verkehrsunfalls.

Realistisches Szenario auf Gemeindeverbindungsstraße

Organisiert wurde die Übung von Kreisbrandmeister Thomas Prinz gemeinsam mit Rudi Madinger und Andreas Brandstetter. Als Übungsort diente eine schwer einsehbare Kurve zwischen Weiher und Kenading. Angenommen wurde ein Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen: Ein Pkw war unter einen Traktoranhänger geraten, ein weiteres Fahrzeug kam im Straßengraben zum Liegen. Mehrere eingeklemmte Personen sowie vermisste Beteiligte sorgten für eine komplexe Lage. Bereits beim Aufbau zeigte sich ein wichtiger Aspekt: Absperrungen wurden von Verkehrsteilnehmern teilweise ignoriert. Ein Verhalten, das im Ernstfall wertvolle Zeit kosten und Einsatzkräfte gefährden kann.

Menschenrettung im Mittelpunkt

Nach dem Eintreffen übernahm der stellvertretende Kommandant Stefan Dittrich aus Marklkofen die Einsatzleitung. Zunächst wurde die Einsatzstelle abgesichert und die Lage erkundet. Der Fokus lag klar auf der Rettung der Verletzten: Ein Kind konnte zügig aus einem Fahrzeug befreit werden, eine weitere Person musste aufwendig und schonend gerettet werden, ein vermisstes Kind wurde im angrenzenden Wald gesucht und gefunden, Parallel dazu bereiteten die Einsatzkräfte einen möglichen Hubschrauberlandeplatz vor.
Besonders anspruchsvoll war die Rettung aus dem unter dem Anhänger eingeklemmten Fahrzeug. Mit schwerem Gerät, darunter Rettungsspreizer und Seilwinde, wurde das Fahrzeug stabilisiert und schließlich so bewegt, dass eine erschütterungsarme Rettung möglich war.

Zweites Unfallfahrzeug und Brandentwicklung

Auch das zweite Fahrzeug im Straßengraben forderte die Einsatzkräfte. Nach der Sicherung wurden die Insassen befreit. Währenddessen kam es im Motorraum zu einem Brand, der jedoch schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Starke Zusammenarbeit aller Beteiligten

In der anschließenden Besprechung wurde vor allem das ruhige und koordinierte Vorgehen gelobt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdiensten – darunter BRK und Johanniter – funktionierte reibungslos. Insgesamt waren sechs Feuerwehrfahrzeuge und drei Rettungswagen im Einsatz. Auch die Kommunikation zwischen den Einheiten wurde gezielt trainiert. Kreisbrandinspektor Helmut Huber zeigte sich zufrieden: Die Übung sei fordernd gewesen und habe wichtige Erkenntnisse für den Ernstfall geliefert. Besonders hob er das gute Zusammenspiel aller Beteiligten hervor. Auch Vertreter der Gemeinden, darunter die zweite Bürgermeisterin Magda Geltinger, würdigten das Engagement der Einsatzkräfte.

Wertvolle Erkenntnisse für den Ernstfall

Die Übung machte deutlich, wie wichtig abgestimmte Abläufe, klare Kommunikation und gegenseitige Unterstützung sind. Gerade bei Verkehrsunfällen zählt jede Minute – gut vorbereitete Einsatzkräfte können hier den entscheidenden Unterschied machen.
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