MTA-Abschlussprüfung
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Quelle Text: Dingolfinger Anzeiger 14.04.2026 Monika Ebnet
Quelle Bild: Feuerwehr Frontenhausen
Quelle Bild: Feuerwehr Frontenhausen
Feuerwehrler bildeten sich fort
MTA-Abschlussprüfung der Mitglieder der FF Frontenhausen und Reisbach
„Übung macht den Meister“ – das gilt auch für die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte, die sich regelmäßig für ihre Einsätze fortbilden und den Ernstfall entsprechend proben.
Zum Abschluss der Modularen Truppmannausbildung trafen sich nun die Teilnehmer der Feuerwehr aus Frontenhausen und Reisbach. Vorangegangen waren die theoretische und praktische Prüfung. Hier wurden der Aufbau einer Löschwasserversorgung und die Personenrettung über die Leiter geprüft. Ebenso standen die Punkte Erste Hilfe und lebensrettende Sofortmaßnahmen auf dem Programm. Die Modulare Truppausbildung wird aufgeteilt in das Basismodul, Modul Ausbildungs- und Übungsdienst sowie Ergänzungsmodule (standortbezogene Geräte und Besonderheiten). Beim Basismodul werden die grundlegenden Kenntnisse und Fertigkeiten für Truppführer in den Feuerwehren vermittelt. Das Modul Ausbildung und Übungsdienste festigt das Wissen aus dem Basismodul. Die anschließenden Ergänzungsmodule lehren über die in den Feuerwehren stationierten speziellen Gerätschaften.
Ziel ist es, die Ausbildung der tatsächlichen Ausstattung der Feuerwehren anzupassen. Sie ist handlungsorientiert und vermittelt praktische und einsatzrelevante Inhalte. In diesen Modulen ist auch die Sprechfunkausbildung eingeschlossen. Bei diesem Weg der Ausbildung wurde Wert auf die Aktivität der Teilnehmer gelegt. Es wird durch die einsatzorientieren Aufgaben das Absitzen von Lehreinheiten vermieden. Auch dienen die Richtwerte der angegebenen Ausbildungsstunden nur als Planungshilfe. Sollten für diverse Themen mehr oder weniger Zeit benötigt werden, entscheidet der Ausbilder darüber. So kann die Ausbildung den Bedürfnissen der Teilnehmer individuell angepasst werden. Zudem ist sie der Einstieg und die Voraussetzung für verschiedene weitere Lehrgänge, die die Feuerwehrler bereits fest im Blick haben, wie Maschinistenlehrgang, Atemschutzgeräteträger oder Gruppenführer. Insgesamt dauert die Ausbildung der jungen Feuerwehrkameraden mehrere Monate, schon vorab legten sie eine Zwischenprüfung ab.
Zusammenarbeit der Vilstalwehren
Die Abschlussprüfung simuliert eine Personenrettung und Brandbekämpfung über eine vierteilige Steckleiter und beinhaltet auch Elemente der Ersten Hilfe sowie der Löschwasserversorgung. Außerdem wird auch das theoretische Wissen in einem Test abgefragt.
Bewertet werden die korrekte Entnahme und Vornahme der Gerätschaften, die handwerklich korrekte Ausführung und das Arbeiten im Trupp, die Sicherheit und das angemessene Reagieren auf Gefahren, die Kommunikation im Trupp sowie zum Einheitsführer und das insgesamt zügige und sichere Arbeiten.
Die Teilnehmer der beiden Wehren zeigten durchweg sehr gute Leistungen, wovon sich die beiden anwesenden Schiedsrichter Kreisbrandinspektor Helmut Huber und Kreisbrandmeister Thomas Prinz überzeugen konnten. Beide sprachen Dank und Anerkennung aus. Ausbilder und Auszubildende haben viel Freizeit geopfert und sich intensiv auf die Prüfungsabnahme vorbereitet. Die sehr guten Ergebnisse sprechen dabei für sich. Huber ging darauf ein, dass damit der Grundstock für die weiteren Fortbildungen im Feuerwehrwesen gelegt sind. Die Feuerwehren leben von und mit ihren ehrenamtlichen Kräften und nur mit entsprechendem Nachwuchs könne der Dienst auch künftig aufrechterhalten werden. Im Ernstfall sei es enorm wichtig, die Grundlagen der Technik zu beherrschen. Daher sei die Ausbildung auch eine Basis für das spätere Einsatzgeschehen.
Die Kommandanten der beiden Wehren – Sebastian Wimmer und Peter Jobst – zeigten sich ebenfalls sehr erfreut über das tolle Ergebnis und hoben vor allem auch die interkommunale Zusammenarbeit der Feuerwehren im Vilstal hervor. Es sei wichtig, bereits bei der Ausbildung zusammenzuarbeiten und sich kennenzulernen. Die spätere Zusammenarbeit im Einsatzgeschehen profitiert vom dadurch gewonnenen Vertrauen und freundschaftlichem Miteinander.
Von der Feuerwehr Reisbach nahmen Eva Bock, Jeremy Bayra und Barbaros Kandemir teil, von der Feuerwehr Frontenhausen Noel Aigner und Leon Mahmutagic. Ergänzt wurde die Mannschaft von den Kameraden Michael Vlasak, Felix Fraunberger, Thomas Rieger und Sebastian Wimmer aus Frontenhausen.